VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN für Osnabrück

Osnabrück. Besser. Machen.

Die Belebung unserer Innenstadt, sichere Rad- und Verkehrswege sowie die Stärkung aller Branchen nach der Corona-Krise sind wichtige Themen, über die wir nicht nur sprechen müssen. Anpacken ist angesagt – das möchte ich als Oberbürgermeisterin gemeinsam mit Ihnen: Mein Programm für Osnabrück.

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#Innenstadt.Beleben.

Dynamik und Leben im Zentrum

Die Innenstadt ist das Zentrum unseres urbanen Lebens. Sie ist Ort von Handel, Wohnen, Arbeit, Kultur und Tourismus. Ich setze mich für eine Innenstadt ein, in der es Freude macht, einzukaufen und sich wohlzufühlen. Dafür muss die Aufenthaltsqualität durch mehr Begrünung, ausreichend Sitzgelegenheiten und Sauberkeit erhöht werden. Die Altstadt und das Heger-Tor-Viertel gehören in den Fokus, ich möchte den unverwechselbaren Charme stärken.

Auch die zentralen Plätze in der Innenstadt, Neumarkt, Marktplatz, Nikolaiort, Ledenhof sowie vor dem Theater prägen unser Stadtbild und müssen attraktiv sein– hier darf es keine Leerstände geben. Deshalb möchte ich einen Sonderfond „Innenstadt“ einrichten, der Zwischennutzungen von Kunst und Kultur ermöglicht und neue Geschäftsideen unterstützt.

Wohnen wird in der Innenstadt in der Zukunft eine bedeutende und immer zentralere Funktion einnehmen. Ich bin davon überzeugt, dass Innenstadt in diesem Kontext neu gedacht werden muss: Handel, Dienstleistung und Arbeit werden sich verändern und weniger Raum in der Stadt benötigen. Es entsteht Platz, den ich nutzen will, um modernen Wohnraum zu schaffen. Dies wird zu mehr Vielfalt in der Innenstadt führen, denn die Menschen in der City benötigen Waren des täglichen Bedarfs ebenso wie eine bunte Gastronomie und kulturelle Angebote. Die Wege sind kurz und so ist auch der bewusste Verzicht auf ein eigenes Auto einfach möglich.

Es wird Zeit, unsere attraktive Innenstadt auch außerhalb der Geschäftszeiten zu beleben – für mich ein zeitgemäßes und modernes Bild von Urbanität.

#GEMEINSAM.STARK.NACH.CORONA

Handeln nach Corona

Die Folgen der aktuellen Corona-Pandemie werden uns noch lange beschäftigen. Wir müssen bereits jetzt beginnen, aus den Erfahrungen die richtigen Konsequenzen zu ziehen um uns auf mögliche kommende Herausforderungen vorzubereiten.

Kurzfristig und vor allem im Jahr 2022 müssen wir aber als Stadt Osnabrück alles unternehmen, um vom Shutdown besonders betroffene Branchen, Einrichtungen und Menschen mit unseren Mitteln zu unterstützen. Ich denke hier vor allem auch an schnelle Genehmigungen von Veranstaltungen im städtischen Raum sowie unbürokratische Entscheidungen für die Außengastronomie und den Erlass von Gebühren oder Stundung von Steuern.

#STARKE.HOCHSCHULEN

Perspektiven für Jobs und Wirtschaft bieten

Die aktuelle Bevölkerungsentwicklung zeigt, dass wir viele jungen Menschen nach der Ausbildung oder dem Studium verlieren. Osnabrück muss an dieser Stelle an Attraktivität gewinnen: Erstrebenswerte Perspektiven für den Job und ein dauerhaftes Zuhause sind an dieser Stelle zentral.

Universität und Hochschule sind prägend für Osnabrück, nicht nur durch die Anzahl der Studierenden, die zentralen Standorte in der Stadt und ihre wirtschaftliche Bedeutung. Ich werde mich für eine Stärkung und den weiteren Ausbau unserer Hochschulen einsetzen.

Die enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wichtiger Ansatz für die Entwicklung. Der Umbau des ehemaligen Ringlokschuppens zu einem Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz ist für die Zukunft Osnabrücks beispielweise ein zentraler Baustein. Wir brauchen Raum für wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt – sei es für Existenzgründung oder für Unternehmenserweiterung. Ausreichender Wohnraum ist auch in diesem Zusammenhang eine besondere Herausforderung – zentral, in der City und auch am Stadtrand.

Voraussetzung ist hier ein gutes Klima für wirtschaftliche Entwicklung, das heißt für mich schnelle, effiziente Verwaltungsprozesse, dort wo es um Genehmigungen und um städtische Entscheidungen geht.

#Bildung.besser.machen.

Mehr Kitaplätze und moderne Schulen schaffen

Unserer Kinder brauchen ausreichende, passende und gute Bildungs- und Betreuungsangebote. Mir ist es wichtig, Eltern den Wiedereinstieg in den Job und Kindern eine frühkindliche Bildung zu ermöglichen. Dafür müssen wir qualitativ hochwertige Betreuungsplätze für Krippen- und Kita-Kinder ausbauen.

Wir können stolz sein auf unsere Schulen in der Stadt. Mit einer modernen Digitalisierungs- und Sanierungsstrategie möchte ich die Schulen fit für die Zukunft machen. Im Bereich der Betreuungsangebote haben wir ebenfalls Nachholbedarf: Ich setze mich dafür ein, zeitnah an allen Grundschulen ein verlässliches Ganztagsangebot zu entwickeln. Wir haben einen bunten Mix aus verschiedenen Schulformern. Diese Profile müssen wir weiter schärfen, um somit den Schülerinnen und Schülern ein breites Angebot bieten zu können. Kooperationen zwischen Handwerk, Wirtschaft und Schulen möchte ich ausbauen.

Besonderen Handlungsbedarf sehe ich im Bereich der Förderschulen. Hier müssen wir auch über die Bündelung an einem neuen Standort – als Alternative zur teuren Sanierung des Bestandes – nachdenken. Ein Förderschulzentrum kann viele Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen bieten.

#Verwaltung.modern.machen.

Stadthaus online – statt Wartemarke ziehen

Mit konsequenter Digitalisierung der Verwaltung werden die Abläufe effektiver und bürgerfreundlicher. Ich bin davon überzeugt, dass wir Prozesse straffen und lange Wartezeiten vermeiden können, wenn wir Mittel der Digitalisierung intelligent einsetzen.

Zudem können Entscheidungsprozesse unserer Verwaltung transparenter werden, aktive Teilnahme an der Entwicklung der Stadt wird einfacher gemacht: Durch den zeitgemäßen Einsatz digitaler Verwaltung entstehen neue Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger. Diskussion, Austausch und Beteiligung rücken in den Mittelpunkt. Eine Nähe zwischen Bürgern und Verwaltung ist wichtig – Digitalisierung kann hier eine wichtige Stütze sein.

#WILLKOMMEN.IN.OSNABRÜCK.

Willkommenskultur leben und fördern

Osnabrück ist bunt und vielfältig – das ist gut so und bereichert unsere Stadtgesellschaft. Viele Menschen mit Migrationshintergrund haben in den vergangenen Jahren in Osnabrück eine neue Heimat gefunden. Jedoch ist die Sprache der entscheidende Schlüssel zur Integration. Ausbildung und Berufsausübung sind maßgeblich zur Sicherung des eigenen Lebensunterhalts. Deshalb unterstütze ich sämtliche kommunale Maßnahmen, die geeignet sind, diese Qualifikationen zu erwerben. Stärken wir das nachbarschaftliche Miteinander der verschiedenen Kulturen.

#Kultur.erlebbar.machen.

Kultur weiter denken

Unser Theater benötigt dringend eine Perspektive, der momentane Zustand des Gebäudes ist weder für die Künstler, noch für das Publikum länger tragbar. Eine Komplettsanierung mit Kosten von 80 Millionen Euro ist kurzfristig nicht zu stemmen – die erhofften Zuwendungen für das Projekt von Bund und Land sind auch mittelfristig unwahrscheinlich, denn die Corona-Pandemie wird die finanziellen Prioritäten verschieben. Ich möchte einen Plan B für unser Theater entwickeln, um möglichst das 4-Sparten-Angebot beizubehalten. Ich will kurzfristig dafür sorgen, dass die akuten Mängel in der Elektrik und im Brandschutz behoben werden. So gewinnen wir Zeit, um das Gesamtprojekt „Theater“ noch einmal gemeinsam neu zu denken.

Die Kultur in Osnabrück benötigt Leuchttürme, wie das Museumsquartier um das Felix-Nussbaum-Haus. Mir ist es wichtig, die Attraktivität und die Geschichte der Stadt überregional bekannter zu machen. Eindeutige Schwerpunkte sind dafür zentral.

Dabei muss Kultur nahbar und zeitgemäß gedacht werden: Ich möchte die Vielfalt stärken und innovative Ansätze, die es bereits in der Stadt gibt, fördern. Beispielgebend sind der LEISE und der LAUTE Speicher am Hafen oder auch zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte in der Innenstadt. Hier dürfen wir Kultur weiter denken: Auch die Gastro-Szene gehört zu einem attraktiven Kulturangebot, das unsere Lebensqualität in der Stadt maßgeblich stärkt.

#Sport.Lebt.Durch.Ehrenamt.

Sport unterstützen und Menschen verbinden

Leistungs- und Breitensport unserer Vereine begeistern in Osnabrück. Leistungssportler wie der VfL und die Panthers sind Aushängeschilder für die Stadt. Zusammen mit dem Breitensport verbinden sie Menschen und leisten unverzichtbare Beiträge in der Stadt. Ich setze mich für ihre Unterstützung ein – gerade für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Durch die Corona-Krise haben viele Vereine Mitglieder verloren, die es zurückzugewinnen gilt. Gerade vor diesem Hintergrund ist städtische Unterstützung notwendig.

Sorge bereitet die immer größere Anzahl der Nichtschwimmer: Die Idee einer zusätzlichen Schwimmhalle unterstütze ich daher sehr. Dazu brauchen wir eine übergreifende Lösung mit Raum für Schwimmunterricht, Therapie- und Vereinssport.

#STADTTEILE.DYNAMISCH.GESTALTEN.

Vielfalt und Lebendigkeit in allen Stadtteilen fördern

In den Stadtteilen sind die Wege kurz und die sozialen Bindungen stark. Stadtteile leben vom sozialen Miteinander, von schneller Hilfe der Nachbarn, vom Austausch auf dem Sportplatz, vom Treffen beim Bäcker.

Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist das vielfältige ehrenamtliche Engagement von großer Bedeutung – sei es vor Ort im Sportverein, in der Kirchengemeinde oder in der Nachbarschaftshilfe. Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen – nicht nur während der Pandemie. Für diese Vielfalt der sozialen Treffpunkte und eine nachhaltige Unterstützung und Förderung des Ehrenamtes setze ich mich ein.

Alle Stadtteile brauchen eine moderne Infrastruktur: medizinische Versorgung, Apotheken, Sportplätze, Supermarkt, Kirche, Gastronomie und Kneipe – ein guter Stadtteil bietet Vielfalt, damit die Wege kurz bleiben.

Besonders im Alter möchten Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Dafür müssen wir die Infrastruktur in den Stadtteilen fördern und beleben, es muss in allen Stadtteilen ein Angebot für altersgerechtes Wohnen geben. Weiterhin braucht es sichere, barrierefreie Straßenräume insbesondere für Fußgänger, um gerade für ältere Menschen die Eigenständigkeit im täglichen Leben zu erhalten. Die Pandemie hat zudem gezeigt, wie unbedingt notwendig die gesundheitliche und pflegerische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger ist. Wir benötigen in Osnabrück ein qualitativ hochwertiges und bedarfsgerechtes Angebot in der Krankenhausversorgung. Wir müssen unsere sozialen Infrastrukturen an ansteigende Anforderungen – beispielweise der ambulanten und stationären Pflege – anpassen.

Oberbürgermeisterin für Osnabrück